![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|
![]() |
Chemotherapie
Chemotherapie1. Was ist eine Chemotherapie?Die Anfänge der zytostatischen Tumortherapie datieren in die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Zytostatika können in fünf Gruppen mit verschiedenen Wirkmechanismen eingeteilt werden. Hier eine Aufzählung der in der Gynäkologischen Onkologie gebräuchlichsten chemotherapeutischen Substanzen.
2. Wann muss eine Chemotherapie durchgeführt werden?Man unterscheidet drei verschiedene Therapiekonzepte:
3. Wie lange dauert eine Chemotherapie?Je nach Therapieprotokoll und Ansprechen des Tumors wird die Anzahl der zu verabreichenden Zyklen von ihrem behandelnden Ärzten festgesetzt. Im Rahmen der adjuvanten Therapie werden in den meisten Fällen 6 Chemotherapiezyklen verabreicht. 4. Welche Nebenwirkungen können während einer Chemotherapie auftreten?Toxizitäten und Nebenwirkungen der Zytostatikatherapie werden nach den „Common Toxicity Criteria des National Cancer Institutes (NCI) in Schweregrade eingeteilt. Diese Einteilung dient zur klaren Festlegung des Ausmaßes der Nebenwirkungen und zur Beurteilung des weiteren Verlaufes nach Therapie. Eine komplette Auflistung ist unter der Internetadresse http://ctep.cancer.gov/forms/CTCv20_4-30-992.pdf bzw. www.nci.nih.gov abrufbar. Die hier aufgelistete Tabelle zeigt die häufigsten in der gynäkologischen Onkologie auftretenden Toxizitäten.
5. Was kann man tun, um diese Nebenwirkungen zu behandeln bzw. sie zu vermeiden ?Hämatopoetische Wachstumsfaktoren
Ad 1) In der Behandlung der Anämie steht uns eine Vielzahl an synthetisch hergestellten Erythropoetinen zur Verfügung: Kontraindikationen für die Verabreichung von Erythropoetin sind: Hypertonie, Thromboembolie, cerebraler Insult oder Myocardinfarkt innerhalb des letzten Monats, instabile Angina pectoris, allergische Reaktion. Ad 2) Nebenwirkungen des G-CSF sind Knochen-, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Dysurie, Hypotonie und Vaskulitis. Ad 3) Bei Thrombozytopeniesoll die Verabreichung der Chemotherapie verschoben werden. Antiemese /Erbrechen Bei der Verabreichung antiemetischer Substanzen im Rahmen von Chemotherapien gilt der Grundsatz: Prophylaxe geht vor Therapie. Risikofaktoren für das vermehrte Auftreten von Nausea und Emesis im Rahmen von zytostatischer Therapie sind schlechte Erfahrungen in vorangegangenen Chemotherapiezyklen, eine bekannte Kinetose und Hyperemesis gravidarum in der Anamnese. Alkoholiker sind signifikant seltener von Nausea und Emesis im Rahmen der Chemotherapie betroffen. Zytostatika können in drei Gruppen nach ihrem emetogenen Potential eingeteilt werden (Anführung von Beispielen). Das emetogene Potenzial eines Chemotherapeutikums hängt nicht nur von der Substanz sondern auch von der Dosierung ab.
Im Rahmen der Verabreichung von Zytostatika werden im zeitlichen Verlauf drei Formen der Übelkeit und des Erbrechens unterschieden:
Für die akut-toxische und die verzögerte Form von chemotherapie-assoziierter Nausea und Emesis werden mit großem Therapieerfolg wirksame Medikamente zur Prophylaxe und Therapie eingesetzt, die in untenstehender Tabelle aufgelistet sind. Für das antizipatorische Erbrechen greift man im Rahmen der supportiven Therapie auf Psychotherapie und Benzodiazepine zurück.
Um antizipatorisches Erbrechen und eine Konditionierung zu vermeiden sollten in allen Fällen schon beim ersten Chemotherapiezyklus prophylaktisch Antiemetika verabreicht werden. Bei manifestem antizipatorischen Erbrechen hat sich die Verabreichung einer anxiolytische Therapie am Vorabend bewährt. Eine individuelle Abstimmung auf das patientenbezogene Emesisrisiko kann von Zyklus zu Zyklus modifiziert werden. Falls ein guter Respose im ersten Zyklus zu verzeichnen war sollte man das bereits verabreichte Antiemese-Schema beibehalten. Falls es trotz antiemetischer Prophylaxe zu Beschwerden kommt, soll eine Kombination von Substanzen mit unterschiedlichen Angriffspunkten verabreicht werden. Eine alleinige Dosissteigerung eines bereits verabreichten Antiemetikums ist in dieser Situation in den meisten Fälle nicht zielführend. Neurokin-1-Rezeptor Antagonisten sind seit 2004 als Antiemetika zugelassen. Sie verhindern die Bindung der Substanz P und können sowohl in der akuten als auch in der verzögerten Phase des Erbrechens eingesetzt werden Derzeit wird Aprepitant nur in der prophylaktischen Therapie bei hochemetogener Chemotherapie wie Cisplatin zusätzlich zur Standard-Antiemese eingesetzt. |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||